Pilze als Ärzte und Apotheker

Mit Hilfe von Nährstofftransfers gelingt es Mykorrhiza-Pilzen, ihre Bäume zu stärken, gesund zu erhalten und ihnen das Überleben auch unter schwierigen Bedingungen zu sichern.

 

Aber sie gehen noch weiter. Viele Pilze produzieren wahre Giftcocktails, mit denen sie nicht nur sich, sondern auch ihre Symbiosepartner vor Schädlingen beschützen. Wurzelkrankheiten von Bäumen können so gelindert und ausgeheilt und Angriffe von Fraßfeinden abgewehrt werden.


Pilze bilden ein reiches Repertoire an bioaktiven Substanzen, mit denen sie ihre eigenen Interessen durchsetzen.

Vom Penicillin, welches bekannterweise Bakterien abtötet, über Cyclosporin A, einem Stoff, der Abstoßungsreaktionen von Geweben unterdrückt. Im Reich der Pilze scheint es für jede Anforderung das passende Mittelchen zu geben.

 

Und nicht nur wir Menschen bedienen uns an den Heilkräften dieser bemerkenswerten Lebewesen. Auch so manches Tier, das an einem Pilz nascht, tut dies nicht nur aus Hunger oder Appetit.

Pilze als Ärzte und Apotheker - Bedeutung für den Naturgarten

Die vielen Symbioseformen von Pilzen und ihren Partnern sind auch bei Gartenpflanzen von großer Bedeutung.

  • Mit selbst produzierten Toxinen wehren Mykorrhiza-Pilze Angriffe durch Krankheitserreger und Schädlinge auf ihre Partnerpflanzen ab.
  • Das reduziert den Aufwand für Pflanzenschutzmaßnahmen und vermeidet, dass man sich als Naturgärtner mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gegen diese Angriffe zu wehren versucht.